Traumbauhaus

Roman

Der Roman tarnt sich als Geschichte über eine Haus-Makeover-Show und ist in Wahrheit eine Auseinandersetzung mit verschiedenen Formen und Stufen des kreativen Prozesses. Das deutet schon der Titel an. 

Leser JB

Amerikanische Dokusoaps über Schnellrenovierungen von Traumhäusern haben ihren Eindruck hinterlassen beim ehemaligen Fotografen Franz Osterholz. Gemeinsam mit seiner Ex-Frau Maxine will auch er geeignete Immobilien aufstöbern und im deutschen Fernsehen mit Berichten über originelle und gewinnbringende Umbauten unterhalten. Das Projekt läuft gut an und verspricht durch manchen Glücksgriff Erfolg. Franz beißt sich auch dann durch, wenn es eng wird. Doch zugleich geschehen Dinge, die stören und verstören. Seine Vergangenheit als Fotograf, die Beziehung zu Max sowie das immer wieder aufglimmende Doppelgängermotiv fordern ihn ebenso heraus wie die Erkenntnis, dass man sich mit Häusern generell nicht unbeschadet und ohne Bauopfer befasst. Warum nur? 

Gesamteindruck: witzig, originell, unverwechselbar, unangestrengt wirkende Sprache, die gleichwohl anspruchsvoll ist; kreative Komposita; alles wunderbar flüssig zu lesen; magisch-romantische Momente […] ; subtile Beziehungszeichnungen […] ; toller, furioser Einstieg, schon beim Formwandler musste ich lachen; wunderbar der Handstand-Exkurs; ganz, ganz viele sehr komische Passagen; viele Stilebenen; Postmodernistisches neben Romantischem; und eine wunderbar komisch-obszöne Passage […] ; Surreales … Herz, was willst du mehr. Ich könnte noch weiter schwärmen. Muss ich noch sagen, dass ich begeistert bin? Nicht: Hut ab, sondern Kniefall!

Leser WM

Taschenbuch | 260 Seiten | Veröffentlicht: 1. Oktober 2021 | ISBN 978-3-754-90269-1

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